Der Kurzhaarteckel     Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel über den Kurzhaarteckel, insbesondere über seine jagdlichen Eigenschaft verfasst. Dabei habe ich auf die Unterschiede zu den Rauhaar- und Langhaarteckeln hingewiesen. Die Teckel oder auch Dackel oder Dachshund genannt unterscheiden sich grundsätzlich auch in der Historie. Der Kurzhaarteckel (KT) ist als Urteckel zu betrachten.    Es ist erwiesen, dass die Dachshunde in direkter Abstammung zu den Heide-, Holz- und Dachsbracken stehen. Es wäre sinnvoll, den KT direkt nach den Dachsbracken zu nennen, da die Rauhaarteckel u.a. mit englischen Dinmont Terriern gekreuzt wurden und die Langhaarteckel eine Kreuzung von KT und Wachtelhunden sind. Neueste Forschungsergebnisse besagen, dass die Langhaarteckel von Englischen Spaniels abstammen. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen, da die Langhaarteckel einen annährend gleiche Kopfform (Behänge, keinen Stopp auf der Stirn) wie die Wachtelhunde haben.   Nach meinen Recherchen ist es durchaus möglich, dass der KT in direkter Abstammung zu den „Niederen Laufhunden“ steht. Vor einigen Jahren habe ich in Erfurt eine internationale Hundeausstellung des VDH besucht. Eine Zuschauerin führte einen, nach meiner Auffassung idealen KT. Ich fragte Sie, aus welchen Zwinger der KT stammt. Entrüstet antwortete Sie mit einem schweizerischen Akzent, dass es sich um einen Schweizer Niederlauf Hund handele. Meine Meinung wurde auch von dem französischen Kynologen Renè Depoux in seinem Buch „Les Teckels“ (erschienen 1968 Quelle Der Dachshund Auflage 1981) vertreten. Ich möchte jedoch nicht verschweigen, dass der Züchter Ilgner in „Der Dachshund“ im Jahr 1896 erklärte, dass vor dem Jahr 1870 die Einteilung der Dachsbracken und Dachsteckel nach Gewicht erfolgte. Die Hunde über 10 kg wurden den Dachsbracken zugeordnet, die unter 10 kg den Dachshunden. Ein konkretes Ergebnis wäre in der jetzigen Zeit mit einer Gen-Untersuchung möglich.   Die Farbschläge bei dem KT sind schwarzrot, rot und braun. Die schwarzroten KT sind wohl die Urfarbe. Noch heute haben einige Hunde an der Brust einen weißen Fleck, der auf die Bracken zurückzuführen ist. In der Geschichte des Dachshundes muss festgehalten werden, dass es nach der Revolution im Jahre 1848 in der Hundezucht und dem gesamten Jagdwesen „drunter und drüber ging“. Besonders im Harz und Nordthüringen wurden die KT mit Schweißhunden absichtlich und unabsichtlich gekreuzt. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass die KT der damaligen Zeit hohe Vorderläufe hatten (siehe Foto 1 und 2) und mit den heutigen Hunden leider nicht zu vergleichen sind. In der heutigen Zeit sind noch rote KT mit einem dunklen Aalstrich und einer dunklen Maske zu sehen. Ein untrügliches Zeichen für eine Schweißhund Abstammung. Eine Kreuzung von schwarzroten und roten KT führte zu den braunen Teckeln. Dieser Farbschlag führt somit Blut von schwarzroten und roten Hunden, sowie von Schweißhunden. Ich hatte einen schwarzroten KT Rüden (Benno vom Sachsendachs) der sowohl die Farbe schwarzrot und braun vererbte. Ich führe derzeit eine braune Enkelin des Rüden mit einem ausgeprägten Spurwillen und enormer Passion.   Zu erwähnen sind noch die Tigerfarbigen KT, die vorwiegend bei den Schönheitszüchtern gefragt sind. Abschließend möchte ich noch ein Zitat von dem Mentor und Kynologen der Dachshunde Dr. Fritz Engelmann (geb. 4. April 1874 gest. 17. Jan. 1935) hervorheben „Nimm dem Teckel die Jagd und du nimmst ihm die Wurzeln seiner Kraft.“       Friedhelm L. K. Soost Erfurt

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